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Jurij Frenzel – ehemaliger Bürgermeister |
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Wie die neue Schule in Ralbitz entstand
Als in den 60-ziger Jahren im Kreis Kamenz das 9. und
10. Pflichtschuljahr eingeführt wurde, ergab sich damit auch die Frage
nach weiteren Klassenzimmern. Dies traf auch für Ralbitz zu. Also wurde
in der alten Schule ein neues
In Vorbereitung auf den Schulneubau hatte ich weiterhin zu gewährleisten, dass sich die Einwohner der Gemeinde freiwillig mit unbezahlten Arbeitsstunden am Schulbau beteiligen würden. So stellte man mir schriftlich die Forderung, dass von der Gemeinde ein Beitrag in Höhe von 60 000 Mark an freiwilliger Arbeit zu leisten sei. Das unterschrieb ich auch. Als wir dann nach Beendigung des Schulneubaus abrechneten, konnten wir nachweisen, dass wir für 161 000 Mark freiwillige Arbeit geleistet hatten. Die Arbeiten wurden beim Anlegen der Betonstraße und des Fußweges zur Schule, dem Erdaushub für den Rasen und das Anlegen des Rasens rings um die Schule erbracht. All diese Arbeiten wurden sonnabends oder unter der Woche nach Feierabend durchgeführt. Eine weitere Aufgabe, die Hilfe erforderte, war der Bau der Turnhalle und einer Küche mit Speisesaal. Ich bekam die Aufgabe, mich um das Hallendach zu kümmern, also fuhr ich nach Nebelschütz. Dort gab es ein Werk, wo man Holz für den Dachstuhl bekommen konnte. In Nebelschütz kaufte ich Holz und Balken für den Dachstuhl wie vorgeschrieben. Das Holz wurde für das vorliegende Projekt bearbeitet und nach einigen Wochen geliefert – Hebeschmaus konnte gefeiert werden. So haben wir diese Arbeit mit Hilfe von guten Beratern ordentlich gemeistert. Beim Bau der Küche hatte ich folgendes Erlebnis: Für die Lieferung des Kühlschrankes hatte ich eine Absprache mit einer Firma aus Dresden getroffen, die auch schriftlich zugesagt hatte. Eines Tages bekam ich wegen dieser Absprache eine Vorladung auf das Gericht in Dresden. Etwas erschrocken, fuhr ich zur Verhandlung. Der Geschäftsführer hatte mir den Kühlschrank schriftlich zugesagt, obwohl dieser schon andersweitig verplant war, wo er letzlich auch ankam. Ich musste über den Ablauf der Vereinbarung aussagen, mir konnte kein Fehlverhalten nachgewiesen werden. |